1965 – Die Clubgründung in Calw

Der Vorläufer: „Fallschirmsportgruppe Calw“

Die Unteroffiziere der Stabskompanie/ Fallschirmjägerbrigade 25 stifteten 1961 den „Wanderpokal der Fallschirmtruppen in Deutschland“, der im Rahmen von Freundschaftszielspringen mit dem automatischen Truppenfallschirm T-10 bis 1964 fünfmal ausgesprungen wurde. Im Juli 29eaf3fdb71964 gelangte der begehrte Pokal zum zweiten Mal in Calwer Hände. Die Pokalverteidigung wurde auf den 1. Oktober 1964 in Malmsheim festgesetzt.

Diese Veranstaltung sollte publikumswirksam aufgezogen werden, woraufsich rechtliche Bedenken vorgesetzter Dienststellen im Hinblick auf Reklame, Programm- und Kartenverkauf ergaben.

Durch die Gründung der „Fallschirmsportgruppe Calw“, wurde dies ausgeräumt. Mit Unterstützung der Fallschirmjägerbrigade 25 wurde unter der Schirmherrschaft des Kommandeurs der 1. Luftlandedivision, Generalmajor Walter Gericke, der Wettkampf durchgeführt.

Gründungstag 28.Januar.1965

Die Fallschirmsportgruppe Calw wurde umbenannt in „Fallschirmspringerclub 1. Luftlandedivision e.V. Standort Calw“.

Die Gründungsmitglieder wahren ausnahmslos Soldaten der Fallschirmjäger-Brigade, überwiegend Unteroffiziere der Stabskompanie dieser Brigade. Später kamen vereinzelt Soldaten aus ehemaligen Einheiten der Brigade (z.B. LLArtBtl 9) und aus in der Nähe stationierten anderen Einheiten dazu. Das erste zivile Mitglied kam aus Pforzheim, welcher Ende der sechziger Jahre den Club auch als 1. Vorsitzender repräsentierte.

1965 und der Sport

Mühsam war der sportliche Beginn im Jahr 1964 und auch ein Jahr später wurde es nur langsam besser. Ab Februar gab’s immer mehr Unterstützung durch die Bundeswehr. Im Rahmen der „Besonderen Sportausbildung“ durften die „Freifaller“ unter der Benutzung ihrer privaten manuellen Fallschirme an den Sprungdiensten teilnehmen.

Bei fast allen Sprungdiensten aus dem Hubschrauber Sykorski H 34 fungierte das kleine Häuflein der „Freifaller“ als Absetzer der T-10-Springer. Zwischendurch oder meist wenigstens am Ende dieses Dienstes war Gelegenheit für einen sportlichen Ziel- oder Stilsprung. Den sportlichen Wert durfte man allerdings nicht überschätzen. Ein echtes Sprungtraining war das eigentlich kaum, aber immerhin besser als gar keine Sprünge.

Neumitglieder 1966

22 Mitglieder schieden im Verlaufe des Jahres aus dem Verein aus. Sie konnten die notwendige Ausdauer für die umfassende Ausbildung nicht aufbringen oder hatten ihren wohl zu spontanen Entschluss bereut, Sportspringer zu werden. Mit Zeit der Zielsprungwettbewerbe mit dem automatischen Truppenfallschirm T-10 war vorbei.

In der Schülerausbildung ging es munter aufwärts, wenn auch insgesamt noch ungenügend. Unser Sprungplatz war in Bruchsal und die ständig notwendigen Fahrten machten die Ausbildung nicht leicht.71ce2c3e4d

Erster Wettbewerb

Vom 30.04.1966 bis 01.05.1966 nahm die Calwer Clubmannschaft am Internationalen Zielsprungwettbewerb in Lebach/Saar teil. Zu gewinnen war für die Unerfahrenen jedoch nichts.

Ein entscheidender Wendepunkt

Zur Vorbereitung auf die anstehende Deutsche Meisterschaft zog die Bundeswehr die damals besten Sportspringer zu einem fast sechswöchigen Trainingslager an der Luftlande-/Lufttransportschule in Altenstadt zusammen.

Beim Figurentraining war es schon einigermaßen unangenehm, wenn man morgens vor sechs Uhr in der offenen Do 27 so ganz gemächlich auf die Absetzhöhe von 2000 Metern „kroch“. Im Flugzeug war’s verdammt kalt. Nach acht Uhr bekamen sie leider keine Fluggenehmigung über 1000 m. Ab der dritten Woche konnten sie das Stiltraining dann aus der NORATLAS durchführen.

Der Para Commander Mark I war nun  der Hochleistungsschirm, den uns die Bundeswehr zur Verfügung stellte. Ein ganz neues Zielsprunggefühl, so gingen im Verlaufe der 46 Zielsprünge immer mehr in den Bereich von innerhalb drei Metern.

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